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Einleitungssysteme

Anwendung
Einleitungs-Zentralschmieranlagen dienen vorzugsweise zur Schmierung von Maschinen und Maschinenanlagen unter Berücksichtigung folgender Gesichtspunkte:
Zahl der Schmierstellen: bis über 100
Rohrleitungslänge: bis ca. 30 m
Pumpendruck: bis ca. 160 bar
Einsatzgebiete
Allgemeiner Maschinenbau, Flaschenreinigungsmaschinen, Kalander, Plattenbänder, Pressen, Reifenheizer, Verpa- ckungsmaschinen, Werkzeugmaschinen, Ziegeleimaschinen usw.
Wirkungsweise
Die Zentralschmierpumpe fördert den Schmierstoff in eine Hauptleitung, die entlang der Maschinenanlage verlegt ist. Ihre Abzweigungen führen zu den einzelnen oder in Gruppen in Schmierstellennähe angebrachten Verteilern ZE-C. Deren Aufgabe ist es, den Schmierstoff genau zu dosieren und auch gegen hohen Gegendruck in die zu den Reibstellen führenden Leitungen zu fördern.
Bei einem Schmiertakt wird die Hauptleitung unter Druck gesetzt und der Schmierstoff wird dosiert an die Reibstellen abgegeben. Anschließend wird die Hauptleitung entlastet; das geschieht durch Verbinden mit dem Pumpensaugraum, wobei der Schmierstoff im Innern der Verteiler umgeschichtet wird.
Vorteile
- Durch Auswechseln der in jedem Verteilerelement ein- geschraubten Zuteilschraube kann die Dosiermenge dem Schmierstoffbedarf der Reibstellen angepaßt werden.
- Die Anlagen lassen sich jederzeit durch Anschluß wei- terer Verteiler erweitern bzw. durch Außer- betriebsetzen von Verteilern verkleinern.
- Die Hauptleitung wird während der Schmierpausen entlastet. Die den Verteilern zugeführte Schmierstoff- menge wird für den nächsten Schmiervorgang umge- schichtet, d.h. der Schmierstoff wird von der Kolbenunterseite auf die Kolbenoberseite gefördert. Dadurch wird gleichzeitig erreicht, daß nicht unkontrolliert Schmierstoff an die Reibstellen abgegeben wird.
- Die abgegebene Schmierstoffmenge ist weitgehend unabhängig vom Gegendruck.
- Anlagen mit motorbetriebenen Pumpen können vollauto- matisch mit einstellbaren Stillstandszeiten betrieben werden.
- Fett-Zentralschmieranlagen haben im Vergleich zu Öl-Zentralschmieranlagen folgende Vorteile:
- Fett haftet besser an den Gleitstellen und wird deshalb auch bei großen Lagerdrücken nicht so leicht aus dem Schmierspalt gedrückt.
- Fett bildet eine Reserve in den Schmieranschlüssen und Schmiertaschen.
- Fett hält großen und stoßartigen Belastungen besser stand.
- Das aus dem Lager gedrückte Fett bildet einen Fett- kragen, der das Lager gegen das Eindringen von Schmutz und Staub schützt.
Progressivsysteme

Anwendung
Zentralschmieranlagen mit Progressiv - Verteilern dienen vorzugsweise der Schmierung von Maschinenanlagen bis ca. 100 Schmierstellen je System. Die Anlagen sind für Fett und Öl geeignet.
Einsatzgebiete
Werkzeugmaschinen, Verpackungsmaschinen, Pressen, Stanzen, Scheren, Holzbearbeitungsmaschinen usw.
Wirkungsweise
Progressiv-Verteiler verteilen den ihnen zugeführten Schmierstoff in kleinen, dosierten Mengen progressiv (fortschreitend) und in bestimmter Reihenfolge über die einzelnen Auslässe an die angeschlossenen Reibstellen. Nach der Versorgung der letzten Reibstelle beginnt der Schmiervorgang selbsttätig wieder bei der ersten Reibstelle. Wird der Schmiervorgang an irgendeiner Stelle durch Abschalten der Pumpe oder Absperren der Druckleitung unterbrochen, beginnt der Schmiervorgang beim Neueinschalten wieder an dieser Stelle.
Vorteile
- Geringe Investitionskosten, da nur eine Hauptleitung, eine einfache Druckpumpe und verhältnismäßig einfache Verteiler erforderlich.
Mehrere Schmiergruppen mit Progressiv- Verteilern können bei Verwendung von Absperrventilen an eine Pumpe angeschlossen und dadurch ein- und abgeschaltet werden.
Einfache Funktionskontrolle durch Bewegungszeiger an den Verteilern oder Fernkontrolle. Kleine Abmessungen der Verteiler.
Kettenschmiersysteme
Kettenschmiersystem WS-E (für Öl)
Dieses System ist vorgesehen für die Versorgung von Kettenschmierpunkten mit kleinsten Ölmengen ohne Verwendung von Druckluft. Mit einer WS-E Pumpe ist es möglich, bis zu 12 unterschiedliche Schmierpunkte einer Kette zu versorgen. Bei mehrsträngigen Systemen kann auch eine wesentlich höhere Anzahl von Schmierpunkten versorgt werden. Der große Vorteil des Systems ist die kleine Ölmenge von 0,01 cm³ bzw. 0,025 cm³ je Schmierpunkt und Schmiertakt und das gezielte Aufschießen ohne Verwendung von Druckluft-Einsatz, z.B. in der Automobilindustrie.
Kettenschmiersystem RK-C (für Fließfett / Fett)
Für die Versorgung von mit Schmiernippeln versehenen Förder-Einrichtungen, z.B. Plattenbänder oder Zuckerrüben-Förderer, haben wir ein Schmiersystem geschaffen, welches eine kontinuierliche automatische Abschmierung gewährleistet, ohne die Verwendung einer großen Anzahl an beweglichen Teilen. Die Schmierköpfe werden über einen Drehschieber gesteuert und schmieren die Bolzen während der Umlenkphase am Kettenrad ab.
Mehrleitungssysteme

Anwendung
Nach dem Mehrleitungssystem arbeitende Zentral- Schmieranlagen dienen der Schmierung von Einzelmaschinen und kleinen Gruppen von Maschinen oder Apparaten. Beim Mehrleitungssystem wird der Schmierstoff in dosierten Mengen über mehrere Auslässe der Pumpe abgegeben. Von jedem Auslaß führt eine direkte Leitung zu einer Reibstelle.
Maximale Schmierstellenzahl:
Die durch direkte Leitungen maximal versorgbare Schmier- stellenzahl ist - bedingt durch die Bauart der Schmierpumpen - auf maximal 32 begrenzt. Bei Verwendung von Progressiv - Verteilern ist eine weitere Erhöhung der Schmierstellenzahl möglich.
Maximale Leitnugslänge:
Die größte zulässige Leitungslänge von der Pumpe zu einer Schmierstelle ist von der Konsistenz und Förderbarkeit des Schmierfettes, vom Leitungsquerschnitt, von der Druck- leistung der Schmierpumpe, von der Durchflußmenge und von der Betriebstemperatur abhängig und kann in der Regel mit 20 bis 40 Meter angenommen werden. Bei zu großer Leitungslänge wird der Rohrreibungswiderstand größer als der von der Pumpe überwindbare Druck.
Einsatzgebiete
Pressen, Stanzen, Scheren, Bagger, Kräne, Aufzüge, Förderanlagen, Werkzeugmaschinen, Verpackungs- maschinen, Pumpen, Gebläse, Turbinen, Baumaschinen, Steinbrecher, Brikettpressen, Koksbrecher, Holzbearbei- tungsmaschinen usw.
Wirkungsweise
Alle Schmierstellen sind durch Schmierstellenleitungen unmittelbar mit der Pumpe verbunden. Die Schmierpumpe erzeugt den zum Transport und zur Überwachung des Gegendruckes erforderlichen Druck und dosiert die für jede Reibstelle erforderliche Schmierstoffmenge. Die in eine beliebige Leitung geförderte Schmierstoffmenge kann bedarfsweise durch Progressiv-Verteiler auf mehrere Schmierstellen aufgeteilt werden.
Vorteile
- Vielfach ist Antrieb durch die zu schmierende Maschine möglich, dadurch kann auf eine zusätzliche Steuerung verzichtet werden.
Bei den meisten Pumpentypen Mengendosierung an der Pumpe für jede Schmierstelle getrennt.
Pumpendauerbetrieb mit sehr kleinen Schmierstoffmengen.


















